11-28. Februar 2011

Trainingslager in Livorno (Italien)

Featured, Training on Februar 21st, 2011 No Comments

Mit dem ersten Rudertrainingslager im Jahr 2011 in Livorno (Italien), starten wir so richtig in die bedeutungsvolle Saison 2011, in welcher es um die Tickets für die Olympischen Spiele 2012 in London geht.

Die Prüfungen an der Universität sind hinter uns und bestanden und die Doppelbelastung Training-Studium ist nun, zumindest vorübergehend, vorbei.

In den nächsten 17 Tagen werden die öden und harten Trainings auf den Langlaufskis, die zähen Rudertrainings auf den kalten, halb zugefrorenen Sarnersee, sowie das quälende Training auf dem Ruderergometer, gegen hoffentlich viel Sonne, Wärme und gutem Wasser auf dem Hafenkanal von Livorno für tolle Trainings im Vierer, eingetauscht.  Nebst den besseren Trainingsbedinungen und dem Wechsel der Trainingslokalität, (um den Fokus und die Trainingsqualität hoch zu behalten sollte von Zeit zu Zeit die Trainingsumgebung gewechselt werden) soll der Schwerpunkt jener sein, den Vierer wieder auf Vordermann zu bringen und an der physischen Leistungsfähigkeit jedes einzelnen Athleten gefeilt werden.

Die Trainings fordern dementsprechend von unseren Körpern alles ab. Morgens um 6:40 Uhr läutet der Wecker. Nach dem Frühstück fahren wir vom Hotel zum Bootshaus und spulen im Vierer eine Strecke von 24 Kilometer ab. Dafür brauchen wir 90-100 Minuten, der Puls liegt dabei zwischen 130-150 Pulsschlägen/min. Mit unserer Muskelkraft greifen wir in die Ruder und schieben mit langen, kräftigen Schlägen unser Boot vorwärts, versuchen beim nach vorne rollen den Bootslauf so wenig wie möglich zu stören und am Einsatz tauchen wir das Ruder scharf und präzise horizontal ins Wasser hinein.

Um 11.30 nehmen wir das Zweite, rund 80min dauernde Wassertraining in Angriff.

Nach einem guten, reichhaltigen Mittagessen und einem kurzen „power-nap“ machen wir uns wieder bereit, um das dritte und letzte Training am Tag zu absolvieren: Rund zwei Stunden stemmen wir Hanteln und Eisenstangen im Kraftraum umher. Dabei wird nicht wenig gelitten und geschwitzt!

Mit drei Trainings pro Tag bleibt nicht mehr viel Zeit nebst Erholung, Essen und Schlaf. So sind wir meist froh, wenn wir nach der Videoanalyse der Trainings ins Bett gehen, um am anderen Tag wieder volle Batterien zu haben.

Oder wie es der Doppelolympiasieger im Einer, Olaf Tufte, einmal meinte: “You have to be stupid enough to do enough (training)”;-)

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