Rang 5 am Weltcup Final in Luzern

Featured, Wettkampf on Juli 12th, 2011 No Comments

Der diesjährige Weltcup auf dem Rotsee war ein sehr besonderer und spannender Anlass. Der Schweizer Vierer startete relativ schwach in den Wettkampf, und musste sich im Vorlauf mit Rang 3 begnügen. Ihre alte Form hatten die vier Athleten jedoch nicht verloren, und zeigten mit einem klaren Sieg im Hoffnungslauf, dass immer noch alles möglich ist.

Im Halbfinal konnte der Vierer wiederum eine sehr gute Leistung zeigen, und fuhr knapp hinter Italien auf den zweiten Rang, und somit ins A-Finale.

Am Sonntag um 13:16 startete der zweite gemeinsame Rotsee-Final des jungen Quartetts.

Die Renntaktik der Mannschaft war relativ simpel: aggressiv starten, bei 1000m an der Spitze des Rennens liegen und dann angreifen und auf Sieg fahren. Leider gelang es den Schweizern nur der erste Teil des Plans umzusetzen.

Der Start war tatsächlich sehr aggressiv, das Schweizer Boot lag zwischendurch an der Spitze des Feldes, doch es wurde weniger sauber und rhythmisch gerudert als im Halbfinale, und die Gegner  konnten nicht wie gewünscht distanziert werden. 250m vor dem Ziel hatte sich England klar an die Spitze gesetzt und kontrollierte das Rennen, während Australien, Dänemark, Italien und die Schweiz auf einer Linie um die restlichen Podestplätze kämpfte. Trotz eines guten Sprints konnte der Schweizer Vierer mit diesen Mannschaften nicht mehr mithalten und musste sich mit Rang 5 begnügen.

Auf die Briten verlor das Quartett 2,7 Sekunden, und auf die drittplatzierten Dänen waren es 1,3 Sekunden.

Der Schweizer Leichtgewichts-Vierer  bleibt somit nahe an der Weltspitze, aber um auf das Weltcup-Podest zu fahren hat es bis jetzt noch nicht gereicht. Es bleiben ab jetzt noch sieben Wochen bis zur WM in Slowenien, und die Mannschaft wird alles daran setzten, damit der Schritt aufs Treppchen gelingt.

Die Stimmung am Rotsee war dieses Jahr phänomenal. Einen herzlichen Dank an die wachsende Fangemeinde und an alle Zuschauer die den Schweizer Mannschaften grossartige Unterstützung boten!

EFG International neuer Sponsor für den Vierer

Featured, Sponsoring on Juni 23rd, 2011 No Comments

EFG International ist seit kurzem neuer Sponsor des Schweizer Leichtgewichts-Vierers. Unser Team ist froh und stolz, auf die Unterstützung von EFG zählen zu dürfen, und freut sich auf eine anhaltende und produktive Partnerschaft. Um die offizielle Medienmitteilung des Schweizerischen Ruderverbandes anzuschauen, klicken Sie auf den folgenden Link:

Saison-Auftakt

4. Platz Weltcup München

Featured, Wettkampf on Juni 16th, 2011 No Comments

Der erste Weltcup diente für den LM4- als erste Standortbestimmung auf internationaler Ebene. Gestartet wurden die Vorläufe im ungewöhnlichen Time Trial Verfahren, bei welchem alle Boote mit 30sec Abstand hintereinander starten. Ein Rennen gegen die Uhr, welches zeigte, dass die Geschwindigkeit der Topboote mitgegangen werden konnte. Mit einem 2. Platz hinter Deutschland wurde die direkte Halbfinalqualifikation erreicht.

Im Halbfinale ging es gegen GBR1 FRA CHN1 CHN2 GBR2. Mit einem guten Start und einem noch besseren Übergang in den Streckenrhythmus, überquerte der Schweizer Vierer alle Zwischenzeitmessungen in führender Position und gab diese bis ins Ziel nicht mehr ab. Ein starkes Rennen, welches Freude bereitete und Vorfreude weckte.

Das A-Finale am Sonntag wurde von ITA NED DEN SUI FRA GBR erreicht und versprach ein knappes und spannendes Rennen. Lange Zeit konnte mit den Booten aus DEN FRA und GBR mitgehalten werden, doch ein weniger guter Rhythmus in der Mitte des Rennens als am Vortag und die noch fehlende Sprintfähigkeit auf den letzten 250m, führte zu einem Rückstand im Ziel von einer Bootslänge. Es resultierte ein weiterer 4. Platz, wie bei allen vorherigen Weltcuprennen, welche in dieser Kombination bestritten wurden. Gewonnen wurde das Rennen von Dänemark knapp vor Frankreich und den Briten, die Boote aus Holland und Italien konnten distanziert werden.

Ein äusserst wertvolles Weltcupwochenende, welches die Gewissheit brachte, weiterhin mit der Weltspitze mithalten zu können und zudem einige Ansatzpunkte für Verbesserungen aufzeigte, welche in den kommenden Wochen bis zur Henley Royal Regatta und dem Weltcup auf dem Rotsee in Angriff genommen werden können.

11-28. Februar 2011

Trainingslager in Livorno (Italien)

Featured, Training on Februar 21st, 2011 No Comments

Mit dem ersten Rudertrainingslager im Jahr 2011 in Livorno (Italien), starten wir so richtig in die bedeutungsvolle Saison 2011, in welcher es um die Tickets für die Olympischen Spiele 2012 in London geht.

Die Prüfungen an der Universität sind hinter uns und bestanden und die Doppelbelastung Training-Studium ist nun, zumindest vorübergehend, vorbei.

In den nächsten 17 Tagen werden die öden und harten Trainings auf den Langlaufskis, die zähen Rudertrainings auf den kalten, halb zugefrorenen Sarnersee, sowie das quälende Training auf dem Ruderergometer, gegen hoffentlich viel Sonne, Wärme und gutem Wasser auf dem Hafenkanal von Livorno für tolle Trainings im Vierer, eingetauscht.  Nebst den besseren Trainingsbedinungen und dem Wechsel der Trainingslokalität, (um den Fokus und die Trainingsqualität hoch zu behalten sollte von Zeit zu Zeit die Trainingsumgebung gewechselt werden) soll der Schwerpunkt jener sein, den Vierer wieder auf Vordermann zu bringen und an der physischen Leistungsfähigkeit jedes einzelnen Athleten gefeilt werden.

Die Trainings fordern dementsprechend von unseren Körpern alles ab. Morgens um 6:40 Uhr läutet der Wecker. Nach dem Frühstück fahren wir vom Hotel zum Bootshaus und spulen im Vierer eine Strecke von 24 Kilometer ab. Dafür brauchen wir 90-100 Minuten, der Puls liegt dabei zwischen 130-150 Pulsschlägen/min. Mit unserer Muskelkraft greifen wir in die Ruder und schieben mit langen, kräftigen Schlägen unser Boot vorwärts, versuchen beim nach vorne rollen den Bootslauf so wenig wie möglich zu stören und am Einsatz tauchen wir das Ruder scharf und präzise horizontal ins Wasser hinein.

Um 11.30 nehmen wir das Zweite, rund 80min dauernde Wassertraining in Angriff.

Nach einem guten, reichhaltigen Mittagessen und einem kurzen „power-nap“ machen wir uns wieder bereit, um das dritte und letzte Training am Tag zu absolvieren: Rund zwei Stunden stemmen wir Hanteln und Eisenstangen im Kraftraum umher. Dabei wird nicht wenig gelitten und geschwitzt!

Mit drei Trainings pro Tag bleibt nicht mehr viel Zeit nebst Erholung, Essen und Schlaf. So sind wir meist froh, wenn wir nach der Videoanalyse der Trainings ins Bett gehen, um am anderen Tag wieder volle Batterien zu haben.

Oder wie es der Doppelolympiasieger im Einer, Olaf Tufte, einmal meinte: “You have to be stupid enough to do enough (training)”;-)

WM in Karapiro (Neuseeland)

4er und 2er auf dem 8. Schlussrang

Featured, Wettkampf on November 14th, 2010 No Comments

Der Vierer ohne Steuermann Leichtgewichte ruderte ein beherztes Rennen im B-Finale und beendete dieses Rennen auf dem zweiten Platz hinter Frankreich. Mit dieser Leistung klassiert sich das Schweizer Spitzenboot auf dem insgesamt achten Schlussrang.

Nach der knapp verpassten Finalqualifikation ruderte der leichte Vierer ohne Steuermann mit Schlagmann Mario Gyr (Seeclub Luzern), Simon Niepmann (Seeclub Zürich), Lucas Tramèr (Club d’Aviron Vésenaz) und Simon Schürch (Seeclub Sursee) sein letztes Rennen der diesjährigen Weltmeisterschaften. Es reihten sich die Boote aus Südafrika, USA, Frankreich, Schweiz, Dänemark und Japan zum Start des B-Finals um die Vergabe der Plätze 7-12 auf. Die Schweizer erwischten erneut einen guten Start und führten das Feld nach 500 Metern an. Auf dem zweiten Streckenviertel drehte Frankreich, das wie die Schweiz im anderen Halbfinale nur um wenige Zehntelsekunden die Finalqualifikation verpasst hatte, dann gewaltig auf und setzte den Bug an die Spitze des Feldes knapp gefolgt vom Schweizer Boot. Dieses war auch nach 1500 Metern an zweiter Stelle und behauptete sich gegen die direkten Verfolger aus USA und Dänemark. Im Ziel dann ein unverändertes Bild: Frankreich konnte nicht mehr eingeholt werden, während die Schweizer mit 1.63 Sekunden Rückstand als Zweite über die Ziellinie fuhren und sich somit den achten Schlussrang an der diesjährigen WM holten. „Die Franzosen kamen mit dem auf Mitwind drehenden Wind während des Rennens etwas besser zurecht als die Schweizer. Sie nutzten den Windwechsel aus, um die Spitze zu übernehmen und gaben diese bis ins Ziel nicht mehr ab“, analysierte der Schweizer Headcoach Tim Foster.

Kämpferischer Schweizer Leichtgewichts-Zweier

Der Leichtgewicht Zweier ohne Steuermann mit Patrick Joye (Grasshopper Club Zürich) und Raphaël Jeanneret (Club de l’Aviron Vevey) zeigte ein offensives Rennen im B-Final. Mit einem schnellen Start setzten sie sich an die Spitze und behielten die Führung über weite Strecken des Rennens. Erst auf den letzten 250 Metern mussten sie ihren Vorsprung dem heranbrausenden chilenischen Boot preisgeben und konnten nicht mehr dagegenhalten. Joye/Jeanneret schliessen die Weltmeisterschaften im Zweier ohne Steuermann der Leichtgewichte auf dem achten Rang ab.

(text: swissrowing.ch)

Saison-Bilanz

Trotz der zwei enttäuschenden 8. Ränge zum Saisonabschluss können die 6 Athleten des Leichtgewichtskaders auf eine äusserst erfolgreiche Saison zurückblicken. Die Bronze-Medaille des Vierers an der EM im September war für das ganze Team eine hervorragende Bestätigung, dass das LM4-Projekt auf dem richtigen Weg ist. Besonders bemerkbar ist vorallem die Konstanz, mit welcher die Schweizer Athleten die ganze Saison lang auftraten. Bis zur WM hatten dieses Jahr alle leichten Riemen-Boote des SRVs die an Weltcups und EM im Einsatz waren, eine Top-4 Rangierung erzielt. Mit dieser soliden Basis will das Team natürlich auch nächste Saison weiterfahren, um an der WM 2011 in Bled (Slovenien) einen Quotenplatz für die Olympische Spiele 2012 zu ergattern.

Ruder-WM in Karapiro, Neuseeland

4er gewinnt Vorlauf. 2er im Hoffnungslauf

Featured, Wettkampf on November 1st, 2010 No Comments

Der leichte Vierer ohne Steuermann mit Mario Gyr, Simon Niepmann, Lucas Tramèr und Simon Schürch ist mit einem überzeugenden Vorlaufsieg zur WM gestartet und hat sich direkt für die Halbfinals qualifiziert. Der Vierer-ohne überzeugte mit einer sehr guten Rennmentalität. Alle anderen Schweizer Boote müssen für den Kampf um eine Halbfinalqualifikation den Umweg über den Hoffnungslauf nehmen.

Nachdem am Vortag noch Wind und Wellen vorherrschten, konnten heute Montag alle Rennen bei guten bis sehr guten Verhältnissen durchgeführt werden. Der Starkwind hatte sich gelegt und wandelte sich in eine Mitwind-Brise. Diese sorgte zudem für schnelle Rennen.

Von den fünf gestarteten Schweizer Booten sorgte der Vierer ohne Steuermann Leichtgewichte für den Glanzpunkt des Tages. Mario Gyr (Seeclub Luzern), Simon Niepmann (Seeclub Zürich), Lucas Tramèr (Club d’Aviron Vésenaz) und Simon Schürch (Seeclub Sursee) übernahmen im dritten Vorlauf gleich die Führung und bestimmten den Rennverlauf an der Spitze. Nur nach 1500 Metern sah die Zwischenzeitmessung den neu formierten US-Vierer in Führung. Mit einem schnellen letzten Streckenviertel setzte sich das Schweizer Boot wieder an die Spitze und holte sich so überzeugend den Vorlaufsieg vor USA und die damit verbundene direkte Halbfinalqualifikation. „Der Vierer zeigte eine sehr gute Rennmentalität und ich bin sehr froh, dass das Quartett nach einer nicht ganz einfachen Vorbereitungszeit einen guten Einstand zur WM-Regatta gefunden hat“, bilanzierte Tim Foster, der Headcoach im Schweizerischen Ruderverband. Der Leichtgewichts-Vierer holte sich mit der guten Vorlaufleistung zudem einen rennfreien Tag heraus, was für die Erholung nur förderlich sein kann.

4. Rang für Jeanneret/Joye

Für die Schweizer Delegation galt es dann aber doch auch ernst am ersten Tag. Im ersten Rennen des Tages ruderten die beiden Schweizer Leichtgewichte Patrick Joye (Grasshopper Club Zürich) und Raphaël Jeanneret (Club de l’Aviron Vevey) auf den vierten Rang in ihrem Vorlauf. Da nur der Sieger aus Neuseeland in diesem Lauf direkt ins A-Finale kam, rudern die Schweizer am Dienstag im Hoffnungslauf um die Finalqualifikation.

(Text www.swissrowing.ch)

Links:

-Schweizer Fernsehen

-Neue Zürcher Zeitung

-Beitrag über das Trainingslager in Mangakino, TVONE

WM-Vorbereitung in Down Under

Trainingslager in Mangakino (District of Taupo, NZL)

Featured, Training on Oktober 31st, 2010 No Comments

Nach einer gut 32 Stunden dauernden Reise fanden wir schlussendlich unsere Trainingsbase mitsamt unserem Boot, welches wir gleich nach der Weltcup Regatta am Rotsee per Schiffstransport nach Neuseeland verfrachteten, auf. In der ersten Woche trainierten wir mit Ersatzmann Raphael, da die Rippenbrüche welche sich Mario und Patrick nach der Europameisterschaften zuzogen, noch nicht vollständig verheilt waren. In den letzten zehn Tagen im TL konnte aber das Training in der Originalbesetzung wieder aufgenommen werden und der Schweizer Vierer nahm von Training zu Training an Fahrt und Geschwindigkeit zu. Die Freundlichkeit, Begeisterung und den Enthusiasmus, welche uns die Bevölkerung entgegen brach, sowie die guten Trainingsbedinungen liessen die relativ einfache Unterkunft in Mangakino und das semioptimale Essen in den Hintergrund rücken. Mangakino liegt sozusagen im „Bush“, wie es der ansässige Ruderclubverantwortliche Peter zu sagen pflegte. Tatsächlich musste man mit dem Auto eine halbe Stunde durch dichten Wald mit vielen „silver farns“ fahren bis das nächste Dorf auftauchte und der Internetzugang war eine Mangelware.
Nun sind wir nach Cambridge in ein grosses Haus umgezogen. Nahe an der Strecke sind wir bestens ausgestattet und warten gespannt auf die Rennen. Let’s go SWISS FOUR!

Europameisterschaft, Montemor (Portugal)

EM-BRONZE!!

Allgemein, Featured, Wettkampf on September 13th, 2010 No Comments

Vom 10. bis 12. September fanden in Montemor (Portugal) die Ruder-Europameisterschaften statt. Da dieses Jahr die WM erst im November stattfindet, war die EM für uns eine gute Möglichkeit, die Form der Weltcup-Saison zu überprüfen. Nicht nur der schweizerische Ruderverband, sondern auch die meisten anderen europäischen Nationen, schickten ihre gesamte Nationalmannschaft an die EM. Aus diesem Grund war auch das Niveau in den olympischen Bootsklassen im Vergleich zu den vergangenen Jahren sehr hoch einzustufen.

Für die Schweizer Leichtgewichte begann die Regatta leider nicht wunschgemäss: am Donnerstag Vormittag wurde entschieden, dass der Ersatz-Zweier sich aus medizinischen Gründen die Rennen nicht bestreiten wird.
Der Vierer liess sich von dieser Tatsache nicht aus dem Konzept bringen und begann die Regatta mit einem souveränen Auftritt. Der Vorlauf vermochte die junge Schweizer Crew vor Vize-Olympiasieger Polen zu gewinnen.
Im Halbfinal wurde es deutlich spannender: gegen die Mannschaften aus Dänemark, Frankreich, Holland, Tschechien und Spanien war ein dritter Platz gefordert, um in den grossen Final vorzustossen. Mit einem starken dritten Streckenviertel und einem soliden Endspurt gelang es den Schweizern die schnellgestarteten Holländer und Tschechen hinter sich zu lassen. Mit dem dritten Platz im Halbfinal qualifizierten sich Mario, Lucas und das Simon-Duo für ihren ersten A-Final an einer internationalen Elite-Meisterschaft.

Nach den zwei vierten Rängen an den Weltcup-Rennen Bled und Luzern war sich das Team einig, dass man in diesem Final wieder alles riskieren wolle, um aufs Podest zu fahren. Somit starteten die Schweizer sehr aggressiv in das Rennen, mit der Absicht die Konkurrenz so schnell wie möglich unter Druck zu setzen. Ausser dem deutschen Weltmeister-Vierer, der das Rennen vom Start weg dominierte, war der Final ein echter Thriller. Das Rennen wurde erst auf den letzten 250m entschieden: das Schweizer Quartett vermochte die Italiener zu überspurten und sicherte sich die Bronze-Medaille hinter Deutschland und Polen. Dank den neuen Sprintqualitäten der vier Schweizer kamen auch die Olympiasieger aus Dänemark zum ersten Mal hinter dem Schweizer Boot ins Ziel.

Mit dem dritten Platz an der Europameisterschaft in Montemor konnte der Schweizer Vierer seine Form eindeutig bestätigen. Für das ganze Team ist es die erste Medaille an internationalen Titelwettkämpfen bei der Elite, und das absolute Highlight der Saison 2010.

Wieder mal zu Gast im Ruderpalast

Trainingslager Avis, Portugal

Allgemein, Featured, Training on September 8th, 2010 No Comments

Nach unserem überzeugenden Auftritt am Weltcup Finale auf dem Rotsee und zwei erholsamen Wochen Trainingsurlaub starteten wir motiviert in die zweite Hälfte der diesjährigen Regattasaison. Der Tatsache entsprechend, dass die Weltmeisterschaften dieses Jahr erst im November in Neuseeland stattfinden werden, bekamen wir von unserem Nationaltrainer Tim Foster einen Trainingsplan mit grossen Trainingsumfängen. Wochen mit 1700min Training waren dabei keine Seltenheiten. Viel Ausdauertrainings (auf dem Rennvelo, Bike, in den Bergen oder auf dem Wasser) und harte Krafttrainings sollten ein hartes Wintertraining simulieren. Der Sinn dahinter ist, dass  wir uns Physisch weiterentwickeln, um schlussendlich in den EM und WM Rennen mehr Power und Kraft auf die Ruderblätter bringen zu können!

Momentan befinden wir uns gerade im EM-Vorbereitungs Trainingslager in Aviz (Portugal). Warme Temperaturen, viel Sonne und flaches Wasser sorgen dafür, dass wir uns optimal für die Europameisterschaften, welche vom 10. bis 12. September in Montemor (ebenfalls Portugal) stattfinden werden, vorbereiten können.

Wir trainieren drei Mal am Tag und haben jeden dritten Tag am Nachmittag frei. 8 Tage vor der EM sind nicht nur qualitativ gute Trainings mit viel Technikübungen gefragt, sondern auch Sprinttrainings.  Damit soll uns im Endspurt nicht mehr das gleiche Schicksal wie am Weltcup in Luzern erteilt werden als wir kurz vor dem Ziel doch noch von den Medaillenrängen gekippt wurden.

Schweizer Spitzenleistungen auf dem Rotsee

4. Platz am Weltcup Luzern

Allgemein, Featured, Wettkampf on September 8th, 2010 No Comments

Auch in diesem Jahr war der Rotsee Schauplatz der finalen Weltcuprennen der Saison, für uns bedeutete dies gleichzeitig das erste Rennen nach einer langen Prüfungszeit an der Uni. Ganz optimal verlief die Vorbereitung daher nicht, da wir auch noch am vorangegangenen Wochenende in verschiedenen Booten an der Schweizer Meisterschaft am Start waren.

Unser Vorlaufsieg am Freitag zeigte uns auf, dass wir in kurzer Zeit wieder zusammengefunden hatten und schnell sein konnten, auch wenn es sich noch nicht so anfühlte. Damit war das erste Ziel erreicht, mit einem Sieg im Vorlauf selbstbewusst in das Viertelfinale am Abend starten zu können. Als es uns auch gelang das Viertelfinale zu gewinnen, wurde unser Ziel vom Rotseefinale realistisch. Mit diesem Ziel vor Augen gingen wir in das alles entscheidende Rennen am Samstag, erneut waren wir nach 1000m ganz vorne dabei, was uns Sicherheit für die entscheidenden dritten 500m gab und konnten uns am Ende relativ sicher hinter GBR und DEN für den Rotseefinal qualifizieren.

Wie schon in Bled konnten wir unbeschwert in den Final vom Sonntag starten, auf der Aussenbahn 1 wurden wir, nach erneut starker erster Rennhälfte, vom Publikum über die verbleibende Strecke getragen. Erst auf den letzten 150m mussten wir uns von einem Podestplatz verdrängen lassen und kamen als Vierte, knapp hinter GBR, DEN und ITA ins Ziel. Nach dem Rennen war uns nicht bewusst wie lange wir sogar um den Sieg mitgekämpft hatten, erst als wir am Abend die Fernsehbilder sehen konnten hatten wir diese Bestätigung.

Dieser Vierte Platz gab trotzdem Anlass zur Freude, da wir ein sehr gutes Rennen gezeigt, unsere Möglichkeiten ausgeschöpft und dadurch nur sehr wenig Zeit auf die absolute Weltspitze verloren haben. Nun stehen für uns zwei trainingsfreie Wochen an, bevor wir mit voller Motivation in die EM- und WM-Vorbereitung starten.