Three and a half men auf Tour in Nordamerika

Head of the Charles

Featured, Wettkampf on Oktober 22nd, 2009 Kommentare deaktiviert

Auf Einladung unseres Erfolgstrainers Stompo beschlossen Mario, Silvan, Dani und Simon im September relativ spontan, das Abenteuer HOCR in Angriff zu nehmen. Die Flüge wurden so schnell wie möglich gebucht und das Training mit vollem Einsatz aufgenommen, um alles Weitere brauchten wir uns nicht zu kümmern, ein seltener Luxus. Nach wenigen Trainings zeigte sich, dass der Studenten-WM Goldvierer von 2008 immer noch ansprechend lief, daher setzten wir uns auch ein ambitioniertes Ziel, der Sieg beim grössten Langstreckenrennen der Welt wurde anvisiert.

In Boston angekommen wurden wir herzlich von unserem Clubkollegen und früheren LM4- Schlagmann Lucas Abegg empfangen, der unseren Aufenthalt perfekt organisierte. Ein erstes und gleichzeitig letztes Training auf dem Charles River konnten wir am Freitag vor unserem Rennen durchführen, wegen der vielen Boote auf der Strecke war ein sauberes Training nicht möglich, dennoch war eine solche Streckenbesichtigung äusserst wertvoll. Ungewohnt für uns Europäer war der Waagetermin, welcher in den USA schon am Tag vor dem Rennen auf dem Programm steht. Selbstsicher machten sich Mario und Silvan auf die Suche nach der Waage, um zu schauen wie weit sie über dem Renngewicht von 75kg lagen. Dort angekommen, dann das böse Erwachen, das Renngewicht lag nicht bei 75kg, wie man uns fälschlicherweise mitgeteilt hatte, sondern bei 72,5kg. Gesamthaft lagen wir sicher 7,5kg über dieser Vorgabe, eine mittlere Katastrophe. Doch wen so etwas aus der Bahn wirft hat im Rudersport nichts verloren, die Herausforderung wurde angenommen und ca. zwei Stunden später erreichte die Mannschaft einen Schnitt von unter 72,5kg. Über die Qualen des Gewichtsverlustes zu berichten würde hier jeden Rahmen sprengen. Entgegen kam uns glücklicherweise eine äusserst athletenfreundliche Wettkampfwaage. Die erste Hürde war also genommen, das grosse Highlight stand aber noch bevor.

Angefeuert von unserer erfahrenen Steuerfrau vom Don Rowing Club of Mississauga, nahmen wir die ca. 5,5km lange Strecke als zweites Boot in Angriff. Vom Start weg angriffig, kamen wir nicht wie gewünscht mit den schlechten Bedingungen zurecht (starker Gegenwind, Wellen und Schneefall). Im mittleren Streckendrittel konnten wir aber aufdrehen und zu dem vor uns gestarteten Boot der Yale University aufschliessen. Der enge und kurvige Verlauf der Strecke hinderte uns aber daran, an diesem Boot vorbeizuziehen, auch wenn wir es fortwährend versuchten. Ständig im Blick hatten wir das, an vierter Stelle gestartete favorisierte Boote des Riverside Boat Club. Besetzt mit drei amtierenden Vizeweltmeistern des US LM8+. Im Ziel konnten wir nicht ausmachen, ob der Abstand zu diesem Team gross genug war, sicher war nur, dass die Entscheidung des Sieges zwischen den Jungs aus Riverside und uns fallen wird. Eine halbe Stunde verging bis wir auf der inoffiziellen Rangliste als Sieger aufgeführt wurden, gerade einmal ein hundertstel Sekunde vor dem Boot des Riverside Boat Club. Erst zwei Stunden später war es offiziell, wir hatten das Rennen mit einem rekordverdächtigen Minimalvorsprung gewonnen und konnten uns zur abendlichen Siegerehrung aufmachen!

Für alle Beteiligten war diese Reise nach Nordamerika ein grosses Erlebnis und hat sich von A bis Z gelohnt, zudem konnten wir einen extremen Motivationsschub in das bevorstehende eintönige Wintertraining mitnehmen.

Der Finale Wettkampf

FISA World Rowing Championships 2009

Featured, Wettkampf on September 5th, 2009 Kommentare deaktiviert

Der Saisonhöhepunkt der Ruderwelt startete am 22. August in Poznan (POL). Die Schweiz war mit war mit fünf Booten an der WM vertreten, davon zwei der Mannschaften aus dem 4-LM.ch Projekt. Der leichte Vierer mit Mario Gyr, Silvan Zehnder, Lucas Tramèr und Patrick Joye sowie der Zweier mit Oliver Angehrn und Simon Niepmann waren mit im Rennen um den Titel der weltbesten Ruderer. Allesamt unter den jüngsten der Teilnehmer zu finden freuten sich über ihre ersten Erfahrungen in einer Olympischen Bootsklasse an den Weltmeisterschaften.

Erst am zweiten Renntag griffen unsere Athleten ins Renngeschehen ein. Mit hervorragenden Prozenten in den letzten Belastungen, konnten Simon und Oliver zuversichtlich in ihren Vorlauf starten. Das Rennen, wo es bereits um einen möglichen Finaleinzug ging, war hart umkämpft. Mit einem vierten Rang im Vorlauf wurde der Zweier in den Hoffnungslauf verwiesen.

Der Vierer, gesetzt in einem Vorlauf mit hochfavorisierten Booten aus Deutschland und Italien, sah seinem ersten Auftritt mit Freude entgegen. Frech vom Start weg wollte man die Favoriten herausfordern. Gegen Ende musste man aber dem hohen Anfangstempo Tribut zollen und beendete das Rennen auf dem dritten Rang.

Zwei Tage später ging es für beide Boote in die Hoffnungsläufe. Frisch und hochmotiviert führte der Vierer das Feld von Start weg an. Die Führung wurde bei Streckenhälfte gar ausgebaut und bis ins Ziel verteidigt. So wurde das Geburtstagskind Patrick Joye mit einer Halbfinalqualifikation beschenkt.

Weniger erfreulich verlief das Rennen für den leichten Zweier, welcher nie richtig ins Rennen fand. Mit Rang vier qualifizierte sich der Zweier fürs B-Finale.

Mit hohen Erwartungen ging zwei Tage später für den leichten Vierer um den Finaleinzug. Rang drei wurde für die nötige Qualifikation angestrebt. Bis Streckenhälfte konnten auch drei Boote in Schach gehalten werden. Doch die nötige Ausdauer, um die Holländer bis ins Ziel in Schach halten zu können, fehlte. Mit Rang vier wurde unsere Mannschaft in den B-Final verwiesen.

Am windigen B-Finaltag ging es dann um die Schlussrangierung. In einem hochspannenden Rennen konnte der Vierer mit einer Zweit von 5.58 den dritten Rang und somit neunten Schlussrang erreichen. Ebenso auf den neuten Schlussrang kam auch der leichte Zweier.

Somit war die Saison beendet. Wenn auch die Zielformulierung nicht ganz erreicht wurde, hatte man wertvolle Erfahrungen gesammelt. Nach einer Pause waren sich alle Athleten einig, dass noch einiges mehr drin liegt!

See you in New Zealand 2010!

Schweizermeisterschaften

Wettkampf on Juli 8th, 2009 Kommentare deaktiviert

Eine Erfolgsgeschichte aus Sicht des leichten Viererprojektes stellten die Schweizermeisterschaften dar. Alle Elite Riemenbootsklassen wurden von den Mannschaften der Vierer-Athleten gewonnen.

Am Morgen als der Titel des Schweizermeisters im Zweier ohne Steuermann vergeben wurde, stand Mario Gyr zusammen mit Michael Schmid als Vertreter des 4-LM Projektes in der Mitte des Siegertreppchens. Hinter ihm kamen die zwei Zweier des Nachwuchsprojektes Raoul Maag / Matthias Wyss und Nicola Edelmann / Pascal Flory auf Rang zwei und drei ins Ziel.

Foto von Ivo Mundhaas

Zur Mittagszeit wurde der Titel des Schweizermeisters im Vierer ohne Steuermann verliehen. In einem überraschenden Rennen führte zu Beginn mit der Taktik „fly and try“ der Vierer aus Genf. Knapp nach Rennhälfte ging die Luft aber aus und das Boot um Silvan Zehnder, Simon Niepmann sowie den U23 Athleten Nicola Edelmann und Pascal Flory übernahm die Führung und brachte diese souverän ins Ziel.

Foto von Andi Brandt

Gegen Nachmittag wurde zuletzt noch das Rennen um den Titel des Schweizermeisters im Achter mit Steuermann ausgetragen. Der Achter um Patrick Joye und Oliver Angehrn des Grasshopper Club Zürich behielt das längere Ende für sich und komplettierte damit den Hattrick des leichten Viererprojektes an der diesjährigen Schweizermeisterschaft.

Direkt nach den Meisterschaften ging es für unsere Athleten wieder ins Trainingslager nach Sarnen, denn genau eine Woche später werden auf dem gleichen See die Startschüsse zum FISA Rowing World Cup III abgegeben.

Internationale Regatta Bled

Allgemein on Juni 16th, 2009 No Comments

Für den U23 Vierer ging es für ein zweites internationales Kräftemessen nach Bled. Das Wochenende stand ganz im Zeichen der Selektion zur U23 WM. Doch nicht nur deshalb war es besonderes Regattawochenende, sondern auch weil wir in der Schwergewichtskategorie gemeldet waren. So trafen wir auf den Slowenischen Olympiavierer, mehrere Deutsche U23 Boote und weitere namhafte Gegner. Neben dem starken Meldefeld kam auch noch das Gewicht machen dazu, was sich aufgrund diverser Uniprüfungen als schwieriger als normal darstellte. Nun ja, es galt das Beste aus den schwierigen Voraussetzungen zu machen.

Nachdem wir das erste Mal unser 280kg auf die, sehr stark schwankende, slowenische Waage gebracht hatten, folgte unser erstes Rennen. Nach verhaltenem Start kämpften wir uns auf den zweiten 1000m zurück ins Rennen. Trotzdem resultierte nur der 4. Rang. Das bedeutete das wir am kommenden Morgen im B-Final starten würden.

Frisch motiviert und ziemlich schwer begann der nächste Renntag. Dieses Mal durften wir glücklicherweise auf unserer eigenen Waage einwägen. Die Gewichtssprünge von mehr als 3kg pro Messung schienen auch Nationaltrainer Simon Cox etwas zu krass. Das Rennen spielte sich gleich wie am Vortag ab, jedoch konnten wir uns die Ungarn, welche uns in Essen noch knapp geschlagen hatten, klar vom Leibe halten. Nach ausgeprägtem „Carboloading” hiess es am frühen Abend dann nochmals „Attention – Go!”. Wieder ging es um einen Platz im morgigen A-Finale. Nach einen ordentlichen Start versuchten wir Anschluss an den finalberichtigten Plätzen zu halten, was jedoch nur eine zeitlang gelang. Fazit: Wieder 4. Rang und wieder B-Finale.

Der Sonntag zeigte sich nicht nur von meteorologischer Sichtweise freundlich, sondern auch gewichtsmässig. So konnte die morgendliche Joggingrunde kurzerhand gestrichen werden. Mit leicht veränderter Renntaktik starteten wir ins „kleine Finale”. Gut aus den Blöcken gekommen, befanden wir uns nach 500m klar in Führung. Diese gaben wir bis ins Ziel nicht mehr ab.

Trotz den mässigen Rangierungen konnten wir uns mit schnellen Rennzeiten und guten Prozentwerten für eine Selektion zur U23 WM aufdrängen.

FISA Rowing World Cup I Banyoles

Allgemein, Wettkampf on Juni 1st, 2009 No Comments

Durch etliche Prüfungen und anderen mehr Belastungen zögerte sich unser Bericht über den ersten Weltcup leider ein wenig heraus. Als Zeichen unserer Multilingualität wurde dieser von Lucas auf Französisch verfasst.

Mercredi, réveil 6:30. Après avoir pris le temps de manger mon dernier vrai petit dejeuner avant lundi matin, je prend le bus direction Cointrin. Vol 1401 pour Barcelone. C’est là où je me rend compte que ça risque fort d’être la fête, jour de la finale de la Ligue des Champions… En effet, les barcelonais sont déjà bien en forme à mon arrivée.

Un type brandissant mon nom et le logo de la coupe du monde m’attend. Bizarrement, il a l’air soulagé que je sois là. Apparemment il doit aussi amener deux tchèques et un slovène à leur hôtel, et ils ont l’air pressés et aggressifs. Ondrej, Vaclav et Iztok nous suivent jusqu’au car, direction Hotel Nord Gironi. Le trajet devait durer 40min. Une heure et demie plus tard, Ondrej et Vaclav ont fini leurs deux kilos de glace à la vanille, et moi je combats la faim en révisant mes cours d’uni….sur le système digestif.

L’hôtel ressemble à une déchetterie depuis l’extérieur, mais n’est pas trop mal a l’interieur. Après 4h d’attente, mes copains zurichois et lucernois arrivent aussi, juste à temps pour faire une première sortie aquatique avant la fermeture du bassin. Après la première pesée sur la balance officielle, un petit meeting avec Mr. Cox et un petit souper, on prend la décision d’alller se coucher. Mais les fans du ballon rond n’aiment pas les gens qui se couchent tôt, et ils s’arrangent pour tirer tous leurs feux d’artifice au-dessus de notre hôtel…

Jeudi, réveil 7:15. Dernier jour avant les éliminatoires. Une petite sortie le matin, histoire de se mettre en jambes, avec un petit 500m cadence course. Le bateau glisse bien, la cadence joue, mais on est encore un peu crispé. La balance nous nargue, on mange peu, et on transpire beaucoup. La météo joue le jeu, il fait beau et chaud, les rameurs nordiques risquent fort d’épuiser leurs stocks de crème solaire 50+. Nous poids-légers, on aime ça. Notre poids chute comme si on nous emputait des membres. Grace aux navettes, on ne perd pas de temps et on rentre a l’hotel pour faire une sieste, reviser et ne rien manger. Le deuxieme “paddling” se passe dans les vagues, mais on s’en sort pas mal. Un petit massage, un peu de nourriture et d’eau, et hop au lit! (a la télé ils passent en boucle les exploits footbalistiques de la veille, rien de très innovant…)

Vendredi, jour des eliminatoires. La grille de départ s’annonce rude: SUI-CAN-POL-FRA-ITA-GBR. Les chauffeurs de navettes ont trop fait la fête apparemment, notre bus n’arrive pas. Christian Stofer engueule et insulte les dirigeants catalans pour leur organisation pourrie. En attendant, on met mille couches d’habits pour aller suer les grammes en trop. Avec un poids combiné de 279.9 kg à la pesée, on aurait difficilement pu commencer mieux la journee. La course commence bien, on est dans dans le tas après 500m. Les italiens partent comme une bombe. Les canadiens et les polonais, 2emes et 3emes aux JO, sont une longueur derrière nous a 1000m; un sentiment bizarre mais motivant. On se tire la bourre avec les français, 4emes aux JO, jusqu’a la ligne. On arrive 3emes en 6:09, après les italiens et les français. On est a 4 secondes des meilleurs mondiaux, les écarts sont incroyablement minimes. Demain, la finale A est a notre portée: repêchage contre les anglais, les danois et les hollandais. Une première ou une deuxième place, et on est Rowing World Cup Finalists.

Samedi, grasse mat’. La course est dans l’après-midi. On se lève tranquilement vers 9h pour controler le poids, et réviser un peu pour l’uni. Repechage contre les anglais, les danois et les hollandais. Sur papier on est deuxiemes, et donc promus en finale A, mais la course reste à faire. Le départ est bon et on se tire tous la bourre, sauf les hollandais un peu à la traine. Notre “Neustart” fulminant à 950m fonctionne moyennement, on remonte les anglais, mais ils nous reprennent tout de suite un quart de longueur. La lutte continue jusqu’a la ligne, le dernier 500m est interminable et je vomis presque mes poumons. On finit 3emes à 49″ des anglais. La déception est grande, on fait notre crise, mais on se reprend rapidement pour préparer la finale B. Les français ont loupé aussi, pour encore moins que nous, dans l’autre repêchage. Ils seront nos adversaires principaux pour la 7eme place.

Dimanche, dernier jour de course. On part de l’hotel a 6h du matin. Le ciel trouble et les températures fraiches ne nous facilitent pas la tâche du poids. Pour la premiere fois on se loupe et on n’a pas le poids après la sortie matinale, ce qui nous oblige à aller suer le reste sur l’ergo. Pour finir, on retombe pile sur notre poids fétiche de 279,9 kg. La course est la meilleure de la régate. On n’arrive pourtant pas à tenir les français, mais on a un bon rythme et une bonne cadence, ce qui nous permet de distancer rapidement les polonais, les hollandais et les canadiens. On arrive finalement 2emes, donc 8emes au général.

Malgré la déception de la finale a qui nous a passé sous le nez, on garde un bilan très positif de cette première coupe du monde. Pratiquement toutes les grandes nations etaient présentes, ce qui rend cette 8eme place tout a fait acceptable. Malgré notre jeune âge ainsi que notre manque d’expérience (relatif) à ce niveau, les secondes qui nous separent de l’elite mondiale peuvent se compter sur les doigts d’une main, ce qui démontre la densité incroyable de la catégorie du 4 poids légers.

Hügelregatta Essen, Startschuss für die U23 Athleten

Wettkampf on Mai 18th, 2009 No Comments

Für den U23-Vierer mit Nicola Edelmann, Pascal Flory, Raoul Maag und Matthias Wyss, bildete die Hügelregatta in Essen (GER) die erste internationale Standortbestimmung im Hinblick auf die Qualifikation für die U23 WM in Racice (CZE).

Mit je zwei Reisetaschen und einer Einkaufstüte, welche mehrheitlich mit Wasserflaschen und Reiswaffeln gefüllt war, traten wir die Reise im Seeclub Bus an. Nach etlichen Stops an diversen Raststätten, bedingt durch das Stillen des Hungergefühles mit Wasser, erreichten wir den Baldeneysee. Die Tage vor Rennbeginn wurden genutzt, um letzte, gute Kilometer im Boot zu fahren und uns an das fremde Gewässer zu gewöhnen. Die Gedanken waren jeweils auch bei unseren Wettkampfgewichten und wir träumten von fester Nahrung. So standen wir täglich mehrmals au der Waage und hofften fest auf unser Zielgewicht.

Am Samstag bestand das Vierer-Feld aus acht Booten, alle aus verschiedenen Nationen. Es wurde auf Acht Bahnen gestartet, wir hatten demnach nur ein Finallauf am Nachmittag. Eher zu unserem Vorteil, da wir noch überschüssige Pfunde loswerden mussten. So kam es, dass wir beim offiziellen Einwägen Untergewicht hatten. Das erste Rennen verlief unseren Erwartungen entsprechend. Nach einer verhaltenen Startphase auf der Aussenbahn, befanden wir uns an letzter Stelle. Durch einen soliden Streckenschlag schoben wir uns Boot für Boot vorbei. Auf den letzten 500 Metern konnten wir nochmals aufdrehen und erreichten den dritten Rang hinter Frankreich (6:28.84) und Ungarn (6:30.56), in einer Zeit von 6:32.82.

Für den zweiten Renntag hiess es früh aus den Federn und ab ins Boot für einige Kilometer. Nach dem Rudern galt das übliche Probewiegen. Und siehe da, die Gewichte genau getroffen. Mit Erleichterung warteten wir auf das offizielle Einwägen. Doch plötzlich hiess es: „Vorlauf leichter B Vierer findet nicht statt”. Dies sorgte für Unruhe und wir waren kurz davor unsere Getränkeflaschen zu leeren. Glücklicherweise verschaffte man sich zuvor Gewissheit und es wurde uns bestätigt, dass das Einwiegen nun doch auf den Morgen falle. Nach verwogenen 280 Kilo konnte genüsslich im Hotel gefrühstückt werden. Mit hohen Erwartungen traten wir unser letztes Rennen an. Nach erfolgtem Start fanden wir uns inmitten des Feldes, taten uns jedoch schwer mit dem starken Gegenwind. Nach 1500 Metern an fünfter Stelle liegend wurde der Entspurt an die Ungaren und Tschechen verloren. Der Zieleinlauf war jedoch so knapp, dass eine Zielfilmauswertung notwendig war, wobei wir lediglich 0.7 sek. von den viert platzierten Ungaren entfernt waren. Gewonnen wurde das Rennen von Deutschland, vor Frankreich und Holland.

Für die Qualifikation an die U23 WM hat es leider noch nicht gereicht. Der nächste Einsatz ist die Internationale Regatta in Bled und zugleich die letzte Möglichkeit sich für eine definitive Selektion zu empfehlen.

SRV Trainingslager Süd II Varese (ITA)

Allgemein, Training on Mai 17th, 2009 No Comments

Für ein bisschen mehr Herausforderung im Studium verzichteten wir zehn Tage lang auf alle Vorlesungen und begaben uns ins SRV Trainingslager in Varese. Damit ein wenig mehr Sarner-Feeling aufkam, organisierten die gastfreundlichen Italiener sogar ein bisschen Hochwasser für uns. So kam man vor jeder Rudereinheit in den Genuss einer frischen Hydro-Fussreflexzonen-Massage.

Da uns noch 3 Wochen vom ersten Weltcup in Banyoles trennten, waren die Ziele des Trainingslagers zum einen rudertechnische Fortschritte zu erreichen und zum anderen eine physische Demontage für den ewollten Superkompensationseffekt. Entsprechend sahen die Umfänge, die Intensitäten und zusammen mit dem Abnehmeprozess die Erschöpfung aus.

All dies hielt niemanden vom lernen fürs Studium ab, Patrick reiste sogar für einen halben Tag zurück, um seine erste Prüfung zu schreiben.

So konnten alle sechs Athleten gute Fortschritte machen und gespannt den ersten gemeinsamen internationalen Einsatz am Weltcup in Banyoles (ESP) vom 29.05.-31.05.09 entgegenblicken.

Weitere Impressionen sind in der Bildergalerie erlebbar.

Die magische 24 – Happy Birthday Mario!

Allgemein on Mai 2nd, 2009 No Comments

Richtige Sportgrössen und Stars feiern ihren Geburtstag am 2. Mai, also lud Mario zum Essen. Das gesamte Leichtgewichtskader, welches sich gerade für einen Kaderzusammenzug in Sarnen befand, wagte einen Ausflug ins ferne Luzern.

Köstlich und selbstverständlich Leichtgewichtskonform wurden von der Familie Gyr bekocht – Herzlichen Dank vom gesamten Leichtgewichtsteam für das feine Essen!

Als Proteinlieferant wurden Forellen und Pouletbrust serviert. Der testosterongeladene Vegetarier Oliver Angehrn wurde seinen Wünschen entsprechend mit einem Tofu-Gericht verköstigt.

Wonach der 24. Geburtstag mit einer “Rüebli-torte” und einem Fruchtsalat für leichtgewichts-verhältnisse exzessiv gefeiert wurde.

Der Älteste aus dem Team baute nun seine Führung auf die Verfolger zahlenmässig nun auch auf anderen Ebenen ein wenig aus. Für einen anderen Leichtgewichtsruderer aus Dänemark brachte das 24. Lebensjahr die erste Olympische Goldmedaille mit sich. Wir werden ja sehen was Mario in diesem Jahr noch alles erwartet…

Herzliche Glückwünsche von deinem Vierer-Team!

Saisoneröffnungsregatta Lauerz vs Sarnen

Wettkampf on April 27th, 2009 No Comments

Der Startschuss für die Rudersaison hätte am 25. April mit der Saisoneröffnungsregatta Lauerz fallen sollen. Ein Wettkampf mit Anwesenheitspflicht für das gesamte Schweizerische Ruderkader. Doch kurzer Hand entschlossen sich die Nationaltrainer für mehr Exklusivität und verlegten die Saisoneröffnung auf den Sarnersee. Auf welchem es nur ganz exklusiv dem Schweizerischen Kader und dem ausgewählten Belvoir Ruderclub gestattet war sich in gemixten Rennen zu duellieren. Als Mitglieder dieses Kaders ist es natürlich Pflicht gerade steuern zu können, so verzichteten wir auf sämtliche Bahnenbojen. Einzig Start und Ziel der 2’000m Strecke war noch vorgegeben, ist aber verkraftbar, da wir uns ja noch am Anfang des Olympischen Zyklus befinden und uns noch steigern können/müssen.

Am Start für das Rennen am Samstag standen der U23-Vierer mit Nicola Edelmann, Pascal Flory, Raoul Maag und Matthias Wyss, welche einen Vorsprung von 5 sec gegenüber dem Elite-Vierer Mario Gyr, Patrick Joye, Lucas Tramèr und Silvan Zehnder erhielten. Der U23-Schwergewichtsdoppelvierer, welcher mit einem Rückstand von 7 sec das Feld aufzuholen hatte, vervollständigte die Aufreihung des Samstagrennens. Die Aufgabe gerade zu steuern blidete selbstverständlich kein Problem, doch der Kurs vom falschen Startplatz in die falsche Richtung endete für den U23-Vierer mit einem lauten Knall in einer gigantischen gelben Boje. Das Rennen reduzierte sich auf den U23-Doppelvierer und den Elite-Vierer, welcher seinen Vorsprung bis ins Ziel zu verteidigen vermochte.
Im Line-Up des zweiten Rennens befanden sich unter all den Kleinbooten auch unser Elite-Zweier Oliver Angehrn und Simon Niepmann. Von einem besseren Startpunkt aus verteidigten sie ihren Vorsprung vorbildlich.

Der zweite Renntag unterschied sich einzig durch den früheren (und damit sehr frühen) Start und einem leicht abgeändertem Renngeschehen. So erreichte diesmal sogar der U23-Vierer die Ziellinie, dicht hinter dem U23-Doppelvierer und dem Elite-Vierer. Der Elite-Zweier boxte seinen Vorsprung sauber durch, was sich in den Prozentwerten im Verhältnis zu den Gold-Standard-Prognosezeiten für das Jahr 2009 positiv niederschlug. So konnten sich alle Boote des Leichtgewichtprojektes für die kommenden internationalen Wettkämpfe empfehlen.

Der nächste Start für die U23-Mannschaft findet entsprechend an der Internationalen Hügelregatta Essen vom 14.05.-17.05. statt, wo es natürlich eine Medaille zu verteidigen gilt.

Das Elite-Team begibt sich vor dem nächsten Start in das SRV Trainingslager Süd II vom 07.05.-17.05. in Varese (ITA). Als Vorbereitung für den ersten Weltcup vom 28.05.-31.05. in Banyoles (ESP).

SRV Bootsbildungsprozess Varese

Allgemein on April 13th, 2009 No Comments

Ostersonntag um 6 Uhr morgens verpackten wir uns selbst ein letztes Mal zu kleinen Geschenken, setzten uns auf das Ergometer und veredelten uns zu light Produkten. Nach dem Zwiebelprinzip schälten wir unsere Kleider vor die Waage und freuten uns über die Starterlaubnis zum grossen Essen.

Mit dem Ziel den schnellsten leichten Elite Vierer zu ermitteln, traten zwei Boote mit Gyr/Joye/Zehnder/Tramèr und Edelmann/Niepmann/Angehrn/Wyss zusammen mit einem Junioren 4x als Pace-Boot (an dieser Stelle einen herzlichen Dank für euren Einsatz) über eine Distanz von 1250m gegeneinander an.
Nach kumulierten 3750m Renngeschehen stand die Besetzung für den Vierer fest. Leicht nervös, aber dennoch glücklich (keine Wägung mehr!) genossen wir das Mittagessen, bevor der Entscheid des Schweizerischen Ruderverbandes kommuniziert wurde.
Beim Teammeeting benannte Leichtgewichts-Projekt- und Juniorennationaltrainer Simon Cox die Mannschaften für das Nachmittagstraining, welche sich am nächsten Morgen in einer Belastung über zweimal 1000m für eine Selektion beweisen müssen. In den Elite Vierer wurden erwartungsgemäss Mario/Patrick/Lucas/Silvan gesetzt, welcher mit einem Ersatzzweier Oliver/Simon ergänzt wurde. Weiter würde ein U23 Leichtgewichts-Vierer mit Nicola/Pascal/Raoul/Wyss die Möglichkeit erhalten, sich für die kommenden internationalen Wettkämpfe zu empfehlen.

Wie üblich früh begann der Montag bereits um 6:15 Uhr, wo sich die ersten Boote für ein Warm up oder viel mehr ein Wake up-Training auf das Wasser begaben. Für die letzte Leistungsüberprüfung wurde der Körper am Frühstücksbuffet nochmal richtig mit Energie in Form von Kohlenhydraten vollgetankt, bevor das “Attention – GO” um Punkt 9 Uhr erfolgte. Alle Boote schossen aus den Startblöcken und preschten mit Schlagfrequenz jenseits der 40iger Grenze die 1000m herunter. Mit einem angenehm kräftigen Säureaustoss bedankte sich der Körper für diese Misshandlung, welche sich weniger angenehm auf den zweiten 1000m “Piece” in den Beinen und Armen bemerkbar machte.
Die Resultate standen bald fest und erfreulicherweise konnten alle Boote, wie vom SRV gewünscht, für eine Selektion für die folgenden internationalen Wettkämpfe überzeugen.
Um nicht wieder lange am Gotthard hängen zu bleiben, wurde schnell verladen und direkt die Heimreise angetreten. Einen herzlichen Dank an Roland Altenburger und den Ruderclub Schaffhausen, welcher uns die Heimfahrt überhaupt ermöglichte.

Am Samstag werden sich wieder alle Athleten in Sarnen für einen Kaderzusammenzug treffen, wo dann die Saisoneröffnungsregatta Lauerz in zwei Wochen ins Auge gefasst wird.